WIR … vielfach gewinnt man in unserer Gesellschaft das Gefühl, dass diese Bezeichnung ein Akrynom für „Werte im Ruhestand“ sein könnte. „Was habe ICH davon?“, schien und scheint für viele Menschen die zentrale Frage ihres Lebens zu sein. Und je mehr Menschen dieser Frage nachgehen, je schneller diese Spirale sich dreht, desto … desto wichtiger ist es, dass es auch andere Menschen gibt. Menschen, die das WIR im Miteinander, im Füreinander und ohne eigennützigen Hintergedanken leben.
Die aktuelle Zeit bietet ja viele Möglichkeiten dafür. Was mit den Kündigungen und Jobverlusten bei großen Firmen voranschreitet, hatte mit den Naturkatastrophen in diesem Jahr Vorläufer. Vorläufer, die auch unsere Schule zentral trafen, obwohl Lambach unbeschadet aller Ereignisse blieb. Vorläufer, die jetzt aber noch nachlaufen. Nachlaufen in Form finanzieller Sorgen. Nachlaufen in Form mentaler und psychischer Her
ausforderungen … aber auch nachlaufen in Form davon, dass man schon wieder Kraft tanken konnte.
„Das bekommen wir alles wieder hin. Das schaffen wir schon“, erklärt uns Christian Putz in seiner gewohnt ‚hemdsärmeligen‘ Mentalität. „Gestern bekamen wir eine Couch geschenkt. Ja, sie hat Löcher. Wir geben eine Decke drüber und dann geht das schon. Wir können uns hinsetzen“, kommt der bescheidene Goiserer im Neu-St. Pöltener durch. „Natürlich könnte ich jetzt vielem nachtrauern. Aber wir sind gesund, können das alles irgendwie wieder hinbekommen. Auch wenn es dauern wird“, so Putzi, der erst vor fünf Jahren mit seiner Familie in sein Haus einzog. Quasi fertig war … und nach dem Hochwasser nun wi
eder von vorne beginnt. Wieder gemeinsam mit seinem Schwiegervater, der das H
aus seiner Tochter als sein Lebenswerk sah. Jetzt aber in doppelter Ausführung, schließlich gilt es für Poidl auch das eigene Haus wieder in Schuss zu bringen, wieder wohnhaft zu machen. Kein Wunder, dass der Pensionist nun täglich erst um 22 Uhr von der Baustelle geht.
„Jetzt habe ich Ferien, jetzt kann ich auch mehr helfen. Ansonsten geht es für mich halt am Wochenende durch“, erklärt unser Sportkoordinator sein Arbeitspensum, das er nach seiner Heimreise in den Bezirk St. Pölten abzuspulen hat. Während der Woche lebt er seit Jahren in Lambach, in der Nähe „seiner Schule“. Mit der ihn und seine Familie nun noch mehr verbindet.
„Ohne euch hätten wir das nie geschafft“, lässt Linde Mika wissen. Ihre Dankbarkeit kommt aus tiefstem Herzen, was nicht nur die tränenerstickte Stimme erkennen lässt. Dass Teile unseres Kollegiums auf die Baustelle kamen und kommen um zu helfen, dass unsere Schüler in der ärgsten Not anpackten und auch, dass unser Schulleiter eine große Spendenaktion ins Leben rief, wird sie nie, nie und niemals vergessen.
„Für mich ist das das Normalste auf der Welt. Wenn jemand Hilfe braucht, dann hilft man, ohne nachzudenken“, beweist unser Schulleiter Gerald Grecksamer, der nicht ahnen konnte, dass er mit seinem Weihnachtsgeschenk einen zusätzlichen Lotto-Sechser machte. „Als ich das sah, konnte ich es kaum glauben. Ich bin überwältigt. Das ist ein so kostbares Geschenk, ein für uns aktuell nicht zu finanzierender Luxus“, freute sich Linde über ein Lilien-Kaffeeservice, das sie schon immer haben wollte. „Wir haben es nirgendwo mehr bekommen, außer zu unglaublichen Preisen im Internet“, lässt sie wissen, dass die noch dazu erste Produktionsserie der Firma in der Nähe ihres Heimatortes besonderer kaum für sie sein könnte.
Und wie kam es zu dem Geschenk? „Ich bin ein Sammler und habe lange überlegt, welchen Bezug zu Niederösterreich ich herstellen könnte. Zum Glück fiel mir das dann ein“, ist auch Grecksi anzumerken, wie gut es ihm tut, anderen eine Freude zu machen.
…. Achja: Das ist alles wahr. Eine wahrhafte und moderne Weihnachtsgeschichte also. Sollten auch Sie Freude daran haben, diese Weihnachtsgeschichte mitzuschreiben und die Familien Mika und Putz zu unterstützen, so haben Sie über das Spendenkonto noch bis zum Schulschluss Zeit dafür!
Kennwort: Spendenkonto Hochwasser
IBAN: AT07 2031 7077 2521 0152
Fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch in ein glückliches und vor allem gesundes 2025!
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Als kleines Dankeschön, luden Christian und seine Schwiegereltern das Kollegium zum Weihnachtsessen ein ...
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Was dann geschah, konnten sie nicht glauben: Eine neuerliche Kuvert-Spende ...
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... und ein originales Lilien-Kaffeeservice!
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Die Dankbarkeit war nicht zu übersehen oder überhören ...
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Den Lehrern schmeckte das Essen hervorragend ...
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... was die Gemütlichkeit im Klassenzimmer zusätzlich unterstützte!
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Alle zusammen können viel schaffen, ...
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das zeigen auch die Bilder der Baustelle!
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